Verdiente Lehrkräfte an der HOS verabschiedet

Kurz vor den Sommerferien mussten Kollegium und Schulleitung der Herzog-Otto-Mittelschule drei langjährige Lehrerkollegen verabschieden. In einer Feierstunde wurden die Pädagogen im würdigen Rahmen geehrt.

Zunächst wurde Diplom-Religionspädagoge Harald Mack, der 36 Jahre in Lichtenfels an zahlreichen Schulen im Einsatz war, in den Ruhestand verabschiedet. Konrektorin Silke Fischer fand in ihrer Abschiedsrede sehr persönliche Worte. Generationen von Schülern unterrichtete Harald Mack mit viel Geduld im Religionsunterricht an der HOS, viele Anfangs- und Schlussgottesdienste gestaltete er mit. Mit dem alttestamentlichen Versanfang „Alles hat seine Zeit“ und dem Geläut seiner Handglocke läutete Konrektorin Fischer den wohl verdienten Ruhestand des beliebten Religionspädagogen ein. Zu einigen lustigen Sprüchen des Kollegiums entstand an einer Wäscheleine der Schriftzug “Harald adé“.

Als nächste wurde Elke Lesch, eines der letzten „Urgesteine“ an der HOS, verabschiedet. Seit über 44 Jahren war sie als Lehrerin tätig, ab 1996 leitete sie die damalige F 10, die freiwillige 10. Klasse an der Herzog-Otto Mittelschule und Vorläufer der heutigen M 10 des Mittlere- Reife-Zugs. Frau Fischer erinnerte in ihrer Rede, dass es zur damaligen Zeit nicht mal Bücher für diesen Bildungsabschluss gab. Mit viel Pionierarbeit und Ideenreichtum wurden die schwierigen Anfangsjahre gemeistert! Elke Lesch führte während der letzten 24 Jahre an der Herzog-Otto Schule immer eine M10-Klasse und arbeitete während dieser Zeit unzählige Kollegen in diesem Bereich ein. Außerdem oblag ihr die Organisation des schulinternen Prüfungsablaufs zum Mittleren Schulabschluss. Mit dem Lied des Kollegiums „Für immer 10“ in Anlehnung an den bekannten Pop-Song „Forever Young“ wurde sie in den wohl verdienten Ruhestand geschickt. Als Erinnerung an die Zeiten im Lehrberuf wurde ihr eine HOS-Rose überreicht und Frau Fischer würdigte ihre berufliche Lebensleistung mit den Worten „Mit dir geht ein Stück Schulgeschichte der Herzog-Otto-Schule!“

Als dritte wurde Frau Cordula Firnstein-Damm verabschiedet. Ihre neue Wirkstätte als Konrektorin wird ab dem kommenden Schuljahr an der Adam Riese-Schule in Bad Staffelstein sein. Vor 18 Jahren kam die allseits beliebte Klassleiterin an die HOS und leistete hier stets hervorragende Arbeit, unter anderem bei der Organisation der Prüfungen zum Qualifizierenden Mittelschulabschluss und im Stundenplan-Team. Darüber hinaus engagierte sie sich in vielen anderen Arbeitskreisen, so auch jahrelang als Evaluatorin. Ihre Kolleginnen und Kollegen verabschiedeten sie mit einem umgestalteten Lied auf die Melodie von „Cordula Grün“ und überreichten ihr zum Abschied eine Deko-Leiter aus Birkenholz mit persönlichen Wünschen als „Stück ihrer Karriereleiter“ – so Konrektorin Fischer augenzwinkernd.

Als Abschluss traten die „Korbstadtwaafn von der HOS“ auf, die einige lustige Begebenheiten über die drei scheidenden Lehrkräfte augenzwinkernd und unter dem Gelächter des Kollegiums zum Besten gaben!

Das Schulleitungsteam der Herzog-Otto-Schule aus Schulleiter Bernd Schick und Konrektorin Silke Fischer sowie das gesamte Schulteam bedankten sich bei allen dreien für ihr unermüdliches, engagiertes Wirken und wünschten alles Gute für die Zukunft.

 

 

Bild von links: Lehrerin Cordula Firnstein-Damm, Religionspädagoge Harald Mack und Lehrerin Elke Lesch
Bild von links: Lehrerin Cordula Firnstein-Damm, Religionspädagoge Harald Mack und Lehrerin Elke Lesch






Im Herbst erforschte die Klasse 6b im GPG-Unterricht das Mittelalter. Die

Schülerinnen und Schüler lernten die Gesellschaftsordnung und die Lebenswelten

dieser langen Periode der Menschheitsgeschichte kennen.

 

Doch wie war das hier bei uns in Lichtenfels? Können wir noch heute Spuren des

Mittelalters in unserer Kreisstadt finden?

 

Die Klasse 6b ging hierfür auf Spurensuche in die Innenstadt. Unter der Leitung von

Dipl. hist. Susanne Wittenbauer, Stadtarchivarin der Stadt Lichtenfels, begaben

sich die Jung-Historiker zunächst auf Forschungsreise in das Stadtmuseum.

Dort erfuhren wir, dass die Stadt Lichtenfels erstmal in einer Urkunde aus dem Jahre

1142 erwähnt wird. Knapp hundert Jahre später veranlasst ein gewisser Herzog

Otto I. von Andechs-Meranien die Befestigung des Marktes Lichtenfels. Die

Wissenschaftler sehen hier die Verleihung des Stadtrechts an Lichtenfels 1231.

Dieser Herzog-Otto I. blieb den Schülerinnen und Schülern gut im Gedächtnis: Ihm

zu Ehren wird unsere Schule Herzog-Otto-Mittelschule genannt!

 

Nach dem Museum wurden Entdeckungen in der Innenstadt gemacht. Hierzu besuchten wir

das „Obere“ und das „Untere Tor“, welche auch das „Kronacher“ und das

„Bamberger Tor“ genannt wurden. Zusammen mit dem „Coburger Tor“, das nicht mehr

erhalten ist, sind sie die Zugänge des mittelalterlichen Lichtenfels. Ansonsten

wurde Lichtenfels von einer Stadtmauer geschützt, welche in der Nähe des

Stadtschlosses und des Kinoparkplatzes teilweise noch besichtigt werden kann.

Auch dort fanden wir den roten Turm, den letzten erhaltenen Wehrturm von

Lichtenfels. Abschließend ging unser Rundgang noch durch das Stadtschloss und

zur katholischen Kirche.

 

Vielen Dank an Frau Wittenbauer und der Stadt Lichtenfels für die informative und

kostenlose Führung!


Vom 16.09.19 bis 23.10.2019 fand an der Herzog-Otto-Mittelschule, in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe unter der Leitung des Sportzentrums der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Prof. Dr. Voll, das Projekt „Radeln mit Kopf“ statt. Ziel des Projektes ist es, die Fahr- und Verkehrssicherheit auf dem Fahrrad zu schulen und erhöhen, denn leider verunglücken immer noch viele Kinder und Jugendliche mit ihrem Fahrrad im Straßenverkehr. Um dieser traurigen Tatsache entgegen zu steuern wurde das Projekt initiiert.

 

Beteilig waren die Klasse 6cG und 7bG. Während die Schüler der 6cG ein spezielles Fahrradtraining absolvierten, stellte die Klasse 7bG die Kontrollgruppe dar und führte allgemeine sportliche Übungen durch.

 

Zu Beginn jeder Unterrichtseinheit fand eine allgemeine zehnminütige Übungsform statt. Die Übungen steigerten sich dann von einfachen motorischen Übungen (z.B. Fangen eines Sandsäckchens), die anschließend mit umfangreicheren kognitiven Elementen (z.B. verkehrsspezifische Begriffe) verbunden wurden, sodass das Gehirn immer wieder neu lernen und sich neu konzentrieren musste. Anschließend folgten 60 Minuten fahrradspezifische Übungsformen, die auf den allgemeinen Übungen aufbauten. Zusätzlich wurde ein Eingangs- und Abschlussparcours mit dem Fahrrad durchgeführt. Diese Ergebnisse werden nach Abschluss des Projektes individuell anonymisiert ausgewertet, so dass die Leistungsentwicklung der einzelnen Schüler gemessen werden kann.

 

Die Ergebnisse zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Schüler stehen noch aus. Eines steht jedoch schon fest: Die Schüler haben mit großer Freude und Engagement am Projekt teilgenommen.

 



Ein ganz besonderes Konzerterlebnis durften die 5. und 6. Jahrgangsstufen am Dienstag nach den Herbstferien genießen. Unter dem Motto „3 Klang“ führte das Blechbläserquintett Rekkenze Brass aus Hof ein Konzert in unserer Aula durch, das Körper, Geist und Seele in Einklang bringen sollte.

 

 

 

Mit viel Witz und Charme brachten die Musiker den Schülern die Faszination von Blechblasinstrumenten näher. Die Verbindung zwischen Zuhören und aktiver Teilnahme am Musizieren, ließ die Zeit wie im Flug vergehen.

 

 

 

Ein abwechslungsreiches Einbinden der Zuhörer in das Konzert, sorgte für gute Laune und Bewegung im Zuschauerraum. Egal ob chorische Übungen mit Tüchern zu Brahms „Ungarischen Tanz Nr. 5“ oder das Umsetzen von Rhythmus durch Bodypercussion zum Lummerland-Lied aus Lukas der Lokomotivführer, Langeweile hatte keine Chance. Ebenso machte das Raten der Einzelstücke aus einem Potpourri verschiedener Titelsongs und Kinderliedern die Aula zur begeisterten Quizrunde.

 

 

 

Zum Lied „I got you (I feel good)“ von James Brown konnten einige Schüler sich selbst als Musiker mit einer Vuvuzela versuchen.

 

 

 

Auch allerlei Wissenswertes, wie beispielsweise den Aufbau eines Blechblasinstrumentes oder woher kommen Töne, wurde auf eine unterhaltsame Art vermittelt.

 

 

 

Sogar die Lehrer wurden eingebunden. So musste Herr Wirth die Instrumente richtig benennen und nach ihrer Tonhöhe sortieren.

 

 

 

Das Quintett bestand aus Benjamin Sebald (Trompete), Florian Zeh (Trompete), Sebastian Krügel (Horn), Elisabeth Nußrainer (Posaune) und Rainer Streit (Tuba).

 

 

 

Mit lauten Zugaberufen zeigten alle, wie sehr es ihnen gefallen hat. Als besondere Zugabe gab es ein Geburtstagsständchen für Frau Neckermann.

 

 

 

Ermöglicht wurde dieses Konzert durch den Bezirk und der kulturellen Arbeit des Hauses Marteau – der Internationalen Musikbegegnungsstätte des Bezirks Oberfranken in Lichtenberg.

 

 

 

 

 


Unterricht einmal ganz anders erlebte die Klasse 8cM zusammen mit Herrn Tschödrich, dem Förster des Forstreviers Lichtenfels. Denn Herr Tschödrich erklärte uns viele Aspekte zum Thema „Wald“ vor Ort: im Lichtenfelser Wald.

 

 

 

Zunächst klärte er über einige tierische Gefahren auf: Warum Zecken gefährlich sein können und was es mit dem Fuchsbandwurm auf sich hat. Dann gingen wir weiter in den Wald hinein zu immer neuen Standorten, wo der Förster uns interessante und teils auch erschreckende Dinge zeigte. Es ging um den Rohstoff Holz, seine Bestandteile, den Unterschied zwischen Hart- und Weichholz, warum Totholz gar nicht tot ist, warum Moos eher ein schlechtes Zeichen ist und so weiter. Ganz anschaulich wurde seine Begehung dann, als er uns mit einem Versuch zeigte welche Leistung ein Baum vollbringt, wenn er täglich 200 Liter Wasser in die Baumspitze pumpt. Einige Jungs von uns versuchten in dem Test, Flüssigkeit durch einen Schlauch hoch zu saugen. Wir mussten erkennen: Ein Baum ist kräftiger!

 

 

 

Erschreckend wurde der Vormittag, als der Förster uns mit dem Borkenkäfer bekanntmachte. Das kleine Insekt ist sehr gefräßig und mit dafür verantwortlich, dass derzeit sehr große Schäden in den Wäldern zu beklagen sind. Denn der Klimawandel wird als Ursache dafür gesehen, dass die letzten Jahre sehr trocken waren. Dies bedeutet für die Bäume, dass sie nicht mehr gesund sind und dadurch viel anfälliger für den Befall durch den Borkenkäfer.

 


Im „goldenen Oktober“ waren die achten Klassen jeweils bei einer Walderkundung. Wir, die Klasse 8bG, waren mit unserem Klassenleiter Herrn Mario Schierl und dem Förster Herrn Tschödrich unterwegs. Als erstes wurde uns erklärt, welche Krankheiten man sich im Wald in Deutschland einfangen kann. Dazu gehört z.B. der Fuchsbandwurm,

 

Infektionen durch Zecken, …

 

Daraufhin wurden die Aufgaben eines Försters erklärt:

 

das Fällen von Bäumen, z. B. bei Borkenkäferbefall oder zum Verkauf, das Zählen oder Erschießen von Wildtieren (Rehe, Wildschweine, …)

 

Er beauftragt den Holzrücker, die gefällten Bäume aus dem Wald abzuholen.

 

 

 

Uns wurde auch vom Förster erklärt, dass die Förster früher die alten vermorschten Bäume aus dem Wald geschafft haben, dies aber jetzt nicht mehr getan werde, da es zum Wohl der Tiere (Käfer, Fledermäuse, Spechte, …) und zum Bauen von Nestern oder Unterschlüpfen dient.

 

Anschließend zeigte uns der Förster mit Versuchen, welche Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Das heißt, dass die untere Erde wie ein Pilz riecht und so sauer wie Essig ist.

 

Der letzte Versuch handelte von der Ernährung der Bäume, dass der Baum 200 Liter Wasser am Tag benötigt und er dies aus der Erde bis hoch zur Baumspitze ziehen muss. Wie schwer das für die Bäume sein muss, zeigte er durch einen Versuch, den wir selber ausprobieren durften. Hier wurde ein durchsichtiger, dünner Schlauch an einen sechs Meter hohen Stab gebunden und mit Saft am Ende des Schlauches in Verbindung gebracht. Den Saft mussten dann Schüler mit ihrer Luft hochpumpen. Dies ist aber nicht allen gelungen.

 

 

 

 

 

Zum Schluss durften wir zuschauen, wie Herr Tschödrich einen Baum fällte.